In den letzten drei Jahrzehnten ist die amerikanische Stundenleistung um 85 % gegenüber 29 % in Europa gestiegen und hat damit einen Großteil der Konvergenz nach dem Zweiten Weltkrieg umgekehrt. KI bietet eine Chance, diesen Rückgang umzukehren.
Um zu verstehen, worum es geht, sollten Sie sich überlegen, wie KI-Modelle aufgebaut sind. Modelle kopieren oder speichern Daten nicht wie eine digitale Bibliothek. Sie lernen daraus, indem sie riesige Datensätze aus Texten, Bildern und Code analysieren.
Erlaubnis zum Lernen: Unternehmen können automatisierte Techniken nutzen, um öffentlich verfügbare Daten zu analysieren. Kontrolle der Rechteinhaber: Inhaltseigentümer behalten sich das Recht vor, sich mithilfe von maschinenlesbarem Code wie robots.txt abzumelden.
Dieser stabile Rahmen bot europäischen Forschern, Open-Source-Entwicklern und Start-ups das vorhersehbare rechtliche Umfeld, das sie für Innovationen ohne Angst vor ständigen Klagen benötigen. Es institutionalisierte effektiv ein Äquivalent der menschlichen „Freiheit zum Lernen“ im Maschinenzeitalter.
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Das erneute Öffnen der Text- und Data-Mining-Ausnahme zu diesem kritischen Zeitpunkt wäre ein Richtlinienfehler. Es bedroht die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf drei tiefgreifende Weise:
Zerstören Sie Startups und Open Source: Die Umstellung auf ein transaktionsintensives Opt-in-System verursacht enorme Compliance- und Lizenzkosten. Große Technologieriesen können es sich leisten, Armeen von Anwälten zu haben, die diese Geschäfte aushandeln. Europäische Startups und Open-Source-Projekte können das nicht. Dieser regulatorische Aufwand treibt die Marktkonzentration direkt voran. Verschärfung des IT-Defizits: Europa ist im Vergleich zu den Vereinigten Staaten bereits mit enormen Energie- und IT-Einschränkungen konfrontiert. Wenn die politischen Entscheidungsträger dafür sorgen, dass Europa sowohl datenarm als auch rechnerarm ist, wird die lokale KI-Entwicklung vollständig zum Stillstand kommen. Untergrabung der Souveränität: Wenn europäische Modelle daran gehindert werden, aus dem offenen Web zu lernen, und Unternehmen, KMU und Einzelpersonen offene Modelle nicht frei auf der Grundlage offener europäischer Daten anpassen können, werden die Optionen eingeschränkt und die Abhängigkeit von Offshore-Modellen, die unter freizügigeren rechtlichen Rahmenbedingungen trainiert werden, wird zunehmen.
Während der Wunsch, Urheber und Rechteinhaber zu schützen, völlig legitim ist, stellt die Konzentration auf die Eingaben in das Modell (die zum Lernen verwendeten Daten) den falschen Mechanismus dar. Es muss strikt zwischen Trainingsinputs und generierten Outputs unterschieden werden. Wenn die Lese- und Entwicklungsmöglichkeiten von Computern eingeschränkt werden, wird dies die Entwicklung behindern und hohe Eintrittsbarrieren schaffen.
Wenn Europa echte technologische Autonomie will, muss es über die interne Kapazität verfügen, hochmoderne KI-Modelle zu entwickeln, anzupassen und einzusetzen. Behörden sollten der Versuchung widerstehen, den Text- und Data-Mining-Rahmen von 2019 abzuschaffen. Vielmehr besteht die unmittelbare Aufgabe darin, bestehende Ausschlussmechanismen tragfähig, standardisiert und vorhersehbar zu machen.
KI-Entwickler in Europa müssen die Freiheit behalten, ihren Maschinen das Lernen zu ermöglichen, um von den enormen Vorteilen der KI-Transformation in den Bereichen Kunst, Medizin, Wissenschaft und Industrie zu profitieren. Wenn die Text- und Data-Mining-Ausnahme erneut in Kraft gesetzt wird, wird dies die traditionelle Kreativbranche nicht retten. Es wird nur dafür sorgen, dass Europa die nächste digitale Revolution von der Seitenlinie aus beobachtet.
Brian Williamson ist Partner beim in London ansässigen Beratungsunternehmen Communications Chambers. Er arbeitet an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Politik. Zu seinen Kunden zählen Regierungen, Regulierungsbehörden, Telekommunikationsunternehmen und Technologieunternehmen. Dieser Artikel ist eine Adaption des Artikels „Daten- und Text-Mining-Ausnahme ist der Schlüssel zum KI-gesteuerten Fortschritt.“
Bandwidth ist das Online-Magazin der CEPA, das sich der Förderung der transatlantischen Zusammenarbeit in der Technologiepolitik widmet. Alle auf Bandwidth geäußerten Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln möglicherweise nicht die der von ihnen vertretenen Institutionen oder die des Zentrums für europäische Politikanalyse wider. CEPA pflegt bei allen seinen Projekten und Veröffentlichungen eine strikte Politik der geistigen Unabhängigkeit.
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