Ungarn zahlt 18 Dollar pro Stunde, Deutschland 57 Dollar. Ratet mal, wo Mercedes baut? Carscoops
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Ungarn zahlt 18 Dollar pro Stunde, Deutschland 57 Dollar. Ratet mal, wo Mercedes baut? Carscoops

Während Mercedes die Produktion in Ungarn ausbaut und gleichzeitig die Aktivitäten in Deutschland einschränkt, vertritt Porsche eine andere Haltung.

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von Chris Chilton

Vor 17 Minuten

    Ungarn zahlt 18 Dollar pro Stunde, Deutschland 57 Dollar. Ratet mal, wo Mercedes baut?

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Laut Mercedes liegen die Produktionskosten in Ungarn 70 Prozent unter dem deutschen Niveau. Das Werk in Kecskemét erhöht die Produktion der C- und G-Klasse, während die deutschen Arbeitnehmer mit Kürzungen rechnen müssen. Porsche geht den umgekehrten Weg und setzt darauf, dass der Slogan „Made in Germany“ den Käufern immer noch wichtig ist.

Mercedes-Benz erzählt uns gerne, dass es das Automobil in Deutschland erfunden hat, aber Deutschland wird immer teurer, um ein solches zu bauen. Der Autohersteller baut seine Aktivitäten in Ungarn rasch aus, wo die Produktionskosten nach eigenen Angaben um 70 Prozent niedriger sind, während er gleichzeitig die Arbeiter in seinem Land dazu auffordert, länger zu arbeiten, ohne mehr zu verdienen.

Das Benz-Werk im ungarischen Kecskemét hat seine Jahreskapazität auf 400.000 Fahrzeuge verdoppelt und ist damit nach Peking der größte Mercedes-Produktionsstandort in Europa und der zweitgrößte weltweit. Der ungarische Betrieb, der vor 14 Jahren sein erstes Auto baute, beschäftigt derzeit rund 5.000 Mitarbeiter und baut weitere 3.000 auf. Doch gleichzeitig baut Mercedes Arbeitsplätze und Kapazitäten in Deutschland ab.

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Die Anziehungskraft ist leicht zu verstehen. Mercedes schätzt, dass die ungarischen Produktionskosten im Vergleich zu deutschen um 70 Prozent günstiger sind, berichtet das Handelsblatt. Nach Zahlen von Eurostat belaufen sich die industriellen Arbeitskosten in Deutschland auf 49,50 Euro (56,60 US-Dollar) pro Stunde, verglichen mit nur 15,60 Euro (17,80 US-Dollar) in Ungarn. Ungarische Arbeitnehmer arbeiten auch viel mehr Stunden pro Jahr, weil das Land weniger Feiertage hat und ihre Verträge eine 40-Stunden-Woche vorsehen. Deutsche Autoarbeiter arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre 35 Stunden pro Woche.

Ungarn bekommt das Gute




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Und Kecskemét beschränkt sich nicht nur auf den Kauf günstiger Mercedes-Modelle wie in der Anfangszeit. Dort wird derzeit neben dem GLB auch die C-Klasse montiert, während die kommende kompakte G-Klasse ausschließlich in Ungarn produziert wird. Auch der GLC, die meistverkaufte Modellreihe von Mercedes, ist im Werk geplant.

In Deutschland ist die Atmosphäre ganz anders. Zuletzt protestierten rund 18.000 Arbeiter, nachdem Mercedes seine Sparpläne verschärft hatte. Das Management möchte, dass die Arbeitskosten gesenkt werden. Zu den Vorschlägen gehört die Überprüfung von Sonderzahlungen und die Möglichkeit, für das gleiche Geld mehr von den Mitarbeitern zu bekommen.

Mercedes ist nicht allein. Volkswagen hat auch seine Abhängigkeit von der deutschen Fertigung verringert. Die Produktion des Passat ist bereits in die Slowakei verlagert, während die europäische Produktion des Golf im Jahr 2027 nach Mexiko gehen wird.

Für Porsche ist der Standort wichtig




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Porsche bringt jedoch ein interessantes Gegenargument vor. Trotz eigener Probleme mit Gewinnen, Umsätzen und sinkendem Einfluss in China erwägt das Unternehmen eine Verlagerung der Cayenne-Produktion von der Slowakei nach Leipzig, wo der kleinere Macan bereits hergestellt wird. Der neue Chef Michael Leiters ist davon überzeugt, dass die deutsche Fertigung weiterhin von zentraler Bedeutung für die Erwartungen der Käufer an Porsche ist.

„Wir müssen ‚Made in Germany‘ neu erfinden und uns beweisen“, sagte Leiters im Juni. „Letztendlich wird das darüber entscheiden, ob wir erfolgreich sind.“

Es gibt einen erheblichen Haken. Um die Cayenne-Produktion nach Hause zu bringen, müssen die deutschen Arbeiter niedrigere Löhne akzeptieren, während Porsche bis 2035 Tausende weitere Arbeitsplätze abbauen könnte.

Was gut für Ungarn ist, ist gut für Deutschland




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Laut Mercedes stärkt Ungarn letztlich das gesamte Unternehmen. Produktionschef Michael Schiebe sagte dem Handelsblatt, dass die Expansion „uns hilft, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern“, und betonte, dass „es nicht um Ungarn gegen Deutschland geht“.

Doch da die deutschen Automobilhersteller durch sinkende Gewinne unter Druck geraten und die Konkurrenz aus China immer wettbewerbsfähiger wird, wird es immer schwieriger, die größere Frage zu ignorieren. Wie viel kostet „Made in Germany“ wirklich und wer ist bereit, dafür zu zahlen?




 Ungarn zahlt 18 Dollar pro Stunde, Deutschland 57 Dollar. Ratet mal, wo Mercedes baut?Fotos Mercedes, Porsche

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