Berichten zufolge plant BMW den Abbau von bis zu 8.000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Dies ist das jüngste Anzeichen dafür, dass Europas größte Automobilhersteller unter dem Druck ihrer chinesischen Konkurrenten ihre Kosten senken.
Das Münchner Unternehmen habe ein mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmtes freiwilliges Sozialabbauprogramm gestartet, sagte ein BMW-Sprecher am Mittwoch.
Das Unternehmen und sein Betriebsrat hätten sich auf ein Abfindungsprogramm für die Bereiche Verwaltung und Entwicklung geeinigt, sagte der Sprecher. Ausgenommen sind Produktionsbetriebe.
Die Gesamtbelegschaft von BMW beträgt rund 160.000 Menschen.
Deutsche Automobilhersteller sind in den letzten Jahren stark unter Druck geraten, da chinesische Konkurrenten schnell den Markt für Elektrofahrzeuge dominieren. Chinesische Hersteller haben auch einen heftigen Preiskampf auf ihrem Heimatmarkt begonnen, der zuvor eine lukrative Exporteinnahmequelle für europäische Marken wie BMW war.
Auch die europäischen Autohersteller mussten Geld für den Übergang von Benzin zu Elektro aufbringen und sich mit den Auswirkungen der US-Zölle auseinandersetzen. Mehrere Hersteller – darunter Volkswagen, Stellantis und Ford – haben Partnerschaften mit chinesischen Konkurrenten geschlossen, um sie beim Bau und Verkauf in Europa zu unterstützen.
Die Kürzungen bei BMW erfolgen, nachdem Milan Nedeljković, bisheriger Produktionsleiter, im Mai den Vorstandsvorsitz übernommen hat.
Ein Sprecher sagte: „Die BMW Group gestaltet die tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Geschäftsumfeld proaktiv. Dazu gehören der technologische Wandel in der Automobilindustrie, geopolitische Unsicherheiten, veränderte Marktbedingungen und Entwicklungen in China.“
Auch Porsche befindet sich in einer Umstrukturierung: Bis 2035 sind 9.000 Entlassungen (ein Fünftel der Belegschaft) geplant. Foto: Ralph Orlowski/Reuters
Volkswagen, Deutschlands volumenmäßig größter Automobilhersteller, bestätigte am Freitag, dass das Unternehmen bis zu 100.000 Stellen seiner insgesamt 650.000 Beschäftigten abbauen werde. Geplant ist die Schließung von vier Fabriken und die Halbierung der Anzahl produzierter Modelle.
Auch Porsche, die Sportwagenmarke, an der Volkswagen beteiligt ist, befindet sich in einer gravierenden Umstrukturierung. In dieser Woche wurden weitere 5.000 Stellenkürzungen vereinbart, wodurch sich die Gesamtzahl der geplanten Entlassungen bis 2035 auf 9.000 – ein Fünftel der Belegschaft – beläuft. Das in Stuttgart ansässige Unternehmen meldete am Mittwoch einen Vorsteuergewinn von 1,4 Milliarden Euro (1,2 Milliarden Pfund Sterling), gegenüber 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die Porsche-Verkäufe in China gingen im ersten Halbjahr 2026 um 30 % auf 14.500 zurück, schneller als der konzernweite Rückgang von 17 %. Auch der Entzug der Subventionen für Elektroautos wie den Taycan von Porsche durch Donald Trump wirkte sich auf den Absatz in Nordamerika aus.
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Aston Martin meldete im zweiten Quartal 2026 einen Vorsteuerverlust von 89 Millionen Pfund. Foto: Ben Birchall/PA
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