„Aus heutiger Sicht wird er gute Einsatzchancen haben“, sagte Julian Nagelsmann dem „Kicker“ vor der WM. Der Bayern-Ersatzspieler Leon Goretzka sollte sowohl in der deutschen Mittelfeldmannschaft als auch in der Qualifikation zum Stammspieler werden, und das wollte er nutzen, um sich bei einem neuen großen Klub zu empfehlen. Aber nichts davon geschah und Goretzka steht nun vor einem Problem.
Aufgrund seiner Ersatzrolle und seines hohen Gehalts wurde sein Vertrag in München nicht verlängert. Goretzka spielte dann hart und unterschrieb nirgendwo anders. Wahrscheinlich befand er sich in einer komfortablen Lage, da das Turnier vor der Tür stand.
Doch nur einen Monat später wurden diese Hoffnungen bereits wieder enttäuscht. Die deutsche Mannschaft schied in der Runde der letzten 32 aus und Nagelsmann hielt sein Versprechen nicht. Stattdessen war Goretzka in der Gruppenphase gegen Curaçao (17 Minuten) und die Elfenbeinküste (5 Minuten) nur kurzzeitig dabei und saß gegen Ecuador die ganze Zeit auf der Bank. Gegen Paraguay wurde er immerhin zur Halbzeit eingewechselt, fiel aber dennoch auf, weil er im Elfmeterschießen offenbar keinen Elfmeter schießen wollte.
Bereits vor dem entscheidenden Spiel hatte sich Goretzka von seinen Mitspielern distanziert und war laut „Sport Bild“ sichtlich enttäuscht von seiner Position. Auch bei seinen Mitschülern war er durch seine schlechte Laune negativ aufgefallen.
Die Enttäuschung war riesig, da der 31-Jährige bereits nach der Ankündigung von Nagelsmann als wichtiger Spieler im Doppel-Pivot galt. Trotz seiner begrenzten Spielzeit bei der Weltmeisterschaft und den negativen Schlagzeilen muss er nun noch einen neuen Verein finden. Der Transfermarkt ist schon länger geöffnet, doch von einer Einigung ist Goretzka im Moment ebenso weit entfernt wie von einem festen Platz im deutschen Team.
Vor dem Turnier gab es noch Gerüchte über einen Wechsel nach Mailand, doch diese sind inzwischen verstummt. Stattdessen soll Juventus Interesse haben. Sein geforderter Vertragsbonus könnte den Verein entmutigen. Nach Angaben der italienischen Medien „Calciomercato“ würde der ehemalige Bayern-Star für seine Verpflichtung rund zehn Millionen Euro sowie ein Nettogehalt von sieben Millionen Euro pro Saison verlangen. Beim FC Bayern verdiente er laut „Bild“ rund 17 Millionen Euro brutto pro Jahr.
Neben Goretzka stünde auch der vereinslose Franck Kessié auf der Wunschliste der Alten Dame und wäre somit eine günstigere Alternative, zumal er angeblich ein geringeres Gehalt fordert.
Goretzkas hohe Ansprüche dürften auch andere Vereine abschrecken, sodass es um den deutschen Nationalspieler, der nun auch um seinen Platz in der deutschen Nationalmannschaft bangen muss, relativ ruhig bleibt. Schließlich wurde Jürgen Klopp gerade erst als Trainer vorgestellt und im Vorbereitungsspiel setzt er auf Druck. Man muss Räume schließen und Zweikämpfe aggressiv spielen. Deshalb wird es unter dem neuen Bundestrainer entscheidend sein, den richtigen Moment zu finden, um sich zu äußern und zu decken.
Doch genau das hat der Mittelfeldspieler in den letzten Jahren etwas verloren. Wir dürfen nicht vergessen, dass er mit seinen 31 Jahren bereits seit geraumer Zeit im Profifußball tätig ist. Nachdem er 2012 mit Bochum sein Profidebüt in der 2. Bundesliga gab und seit 2013 ununterbrochen in der Bundesliga spielt, ist er nun weit von seiner Bestform entfernt. Sein Marktwert betrug im Jahr 2021 noch 70 Millionen Euro; jetzt sind es nur noch 12 Millionen Euro (Quelle: ‘transfermarkt.de’). Darüber hinaus stehen bereits deutlich jüngere Konkurrenten wie Felix Nmecha und Tom Bischof in den Startlöchern.
Anstatt den lang ersehnten Auftrieb durch die Weltmeisterschaft zu bekommen, muss er nun aufpassen, dass ihre Forderungen nicht zum endgültigen Auslöser seiner Karriere werden. Denn je länger das Transferfenster offen bleibt, desto kleiner wird der Pool an Klubs, die bereit sind, für ihn tief in die Tasche zu greifen. Goretzka muss sich entscheiden: Akzeptieren Sie eine Gehaltskürzung oder akzeptieren Sie, dass sein nächster Schritt sportlich ein Rücktritt sein wird.
Dieser Artikel wurde von Artificial Intelligence ins Englische übersetzt. Die Originalversion in 🇩🇪 können Sie hier lesen.
📸 JOYA SAMAD – AFP oder Lizenzgeber
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