US-Zölle belasten deutsche Industrie weiterhin: ifo-Umfrage

US-Zölle belasten deutsche Industrie weiterhin: ifo-Umfrage

Menschen besuchen den BMW-Ausstellungsbereich im IAA Mobility 2025 Open Space in München, Deutschland, 11. September 2025. (Xinhua/Zhang Fan)

Laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts belastet die US-Zollpolitik weiterhin die deutsche Industrie, da viele Hersteller Investitionen verschieben und höhere Kosten an amerikanische Kunden weitergeben.

BERLIN, 22. Juli (Xinhua) – Die Zollpolitik der USA belastet weiterhin die deutsche Industrie, viele Hersteller verschieben Investitionen und geben höhere Kosten an amerikanische Kunden weiter, wie eine Umfrage des Münchner ifo-Instituts am Mittwoch ergab.

Die Umfrage, die im Juni unter etwa 1.800 produzierenden Unternehmen durchgeführt wurde, ergab, dass 62 Prozent der Unternehmen angaben, dass sich die US-Zölle negativ auf ihr Geschäft ausgewirkt hätten. Im Maschinenbau und in der Automobilindustrie lag der Anteil bei über 70 Prozent.

„Auch im zweiten Jahr der Präsidentschaft von Donald Trump bleibt die US-Zollpolitik eine große Belastung für die deutsche Industrie“, sagte das ifo-Institut.

Dieses am 23. Mai 2025 aufgenommene Foto zeigt eine Außenansicht der Frankfurter Wertpapierbörse in Frankfurt am Main. (Xinhua/Zhang Fan)

Auch die Unternehmen rechneten damit, dass die Zölle langfristig hoch bleiben würden: 63 Prozent erwarteten, dass die Zölle bis zum Ende von Trumps Amtszeit hoch bleiben würden.

Die Unsicherheit hat sich auch auf Investitionsentscheidungen ausgewirkt. Fast 40 Prozent der Unternehmen gaben an, als Reaktion auf die US-Handelspolitik Investitionsprojekte abgesagt, verschoben oder verlagert zu haben. Die Auswirkungen erstreckten sich auch auf Investitionen in Deutschland: 16 Prozent der Unternehmen mit bestehenden Investitionsplänen gaben an, inländische Projekte deshalb abgesagt zu haben, fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Um höhere Tarife bewältigen zu können, gaben Unternehmen die Mehrkosten zunehmend an die Kunden weiter. Von den betroffenen Exporteuren gaben 34 Prozent an, sie hätten die gesamten Kosten der Zölle an US-Kunden weitergegeben, während weitere 28 Prozent mehr als die Hälfte abgewälzt hätten. ■

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