Jürgen Klopp hofft, „in den kommenden Tagen“ als neuer Trainer Deutschlands bestätigt zu werden, wobei Red Bull die Tatsache akzeptiert, dass er aufgrund eines möglichen Interessenkonflikts nicht weiter an der Spitze des Weltfußballs bleiben kann.
Klopp sitzt seit seinem Ausscheiden aus Liverpool im Jahr 2024 nicht mehr auf der Bank und hat die letzten 18 Monate in leitender Position für die Red-Bull-Gruppe gearbeitet. Zuvor erklärte er, dass er keine Lust habe, als Trainer an die Seitenlinie zurückzukehren, aber nachdem er im Laufe der Zeit „nachgeladen“ habe, hätten sich die Dinge geändert.
Der deutsche Verband bestätigte öffentlich Gespräche mit Klopp als Ersatz für den nach der WM entbundenen Julian Nagelsmann.
„Es ist noch nichts finalisiert“, betonte Klopp. „Aber die Gespräche sind gut verlaufen und alles geht in die richtige Richtung. Ich habe mit Red Bull eine Einigung erzielt, eine sehr, sehr großzügige, wenn man so will. In der Praxis steht also nichts mehr im Weg.“
„Idealerweise würde (die Ankündigung) in den nächsten Tagen erfolgen. Schließlich sind es nur noch 60 Tage bis zum nächsten Länderspiel. Irgendwann muss eine Entscheidung fallen, und die wird auch fallen.“
Das überraschende Detail in Klopps Vereinbarung mit Red Bull
Klopp zeichnet sich als Ersatz für Julian Nagelsmann (links) ab. | Tom Weller/Picture Alliance/Getty Images
Klopp ist derzeit bei Red Bull bis 2029 in einer Vollzeitbeschäftigung unter Vertrag, in der er weltweit mit allen Clubs unter dem Dach von Red Bull zusammenarbeitet.
Ohne eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag musste Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff der Entlassung von Klopp zustimmen. Die deutsche Veröffentlichung SPORT BILD behauptet, es habe zunächst keinen Wunsch gegeben, einen Abgang des ehemaligen Liverpool-Trainers in Betracht zu ziehen. Stattdessen äußerte Minztlaff die Zusage, Klopp als Markenbotschafter oder Berater zu behalten.
Im Verlauf der Verhandlungen erkannten jedoch alle Parteien, dass eine solche Beziehung nicht aufrechterhalten werden konnte. Die Vorwürfe eines Interessenkonflikts könnten sich sowohl gegen Klopp als auch gegen Red Bull gerichtet haben, daher werden sich alle Beteiligten die Hände schütteln und sich in unterschiedliche Richtungen bewegen.
Wie Klopp betont, gibt es keine Hindernisse mehr, die einem sofortigen Aufeinandertreffen mit Deutschland entgegenstehen, das sich immer noch von einem demütigenden Ausscheiden aus der Weltmeisterschaft gegen Paraguay in der Runde der letzten 32 erholt.
Klopp wird nicht viel Zeit haben, seine neue Rolle anzutreten, da Deutschland im September wieder in Aktion treten wird, wenn die UEFA Nations League wieder beginnt. Die Mannschaft wurde in die Gruppe 2 eingeteilt und beginnt am 24. September ihr Spiel gegen ihren härtesten Rivalen, die Niederlande.
Ihr erstes Spiel auf deutschem Boden findet drei Tage später gegen Griechenland in der WWK-Arena in Augsburg statt.
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