Foto zeigt blaues Himmelsthermometer und Sonnenstrahlen, abgerufen am 16. Juli 2026. (Adobe-Dateifoto)
17. Juli 2026 04:00 Uhr GMT+03:00
Laut einer am Donnerstag veröffentlichten neuen Studie könnte die deutsche Wirtschaft jährlich mehr als 20 Milliarden Euro bzw. 23 Milliarden US-Dollar verlieren, wenn das Land regelmäßig schwere Hitzewellen erleidet.
Das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos schätzte, dass jeder Tag mit Temperaturen über 35 °C (95 °F) die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union fast eine Milliarde Euro oder 1,15 Milliarden US-Dollar kosten könnte.
Die für die deutsche Wirtschaftszeitung Handelsblatt erstellte Analyse schätzt, dass die Hitzewelle in den letzten beiden Juniwochen die deutsche Wirtschaft etwa 6,32 Milliarden Euro oder 7,25 Milliarden US-Dollar gekostet hat.
Die jährlichen Verluste könnten 23 Milliarden US-Dollar übersteigen
Prognos sagte, dass Deutschland in Zukunft jedes Jahr mit drei bis vier Hitzewellen ähnlicher Intensität konfrontiert sein könnte.
Das könnte die jährlichen wirtschaftlichen Verluste auf über 20 Milliarden Euro ansteigen lassen.
Die Forscher sagten, ihre Schätzungen berücksichtigten mehrere potenzielle Kosten nicht, darunter höhere Energiepreise, Maschinenausfälle, Unterbrechungen der Lieferkette und langfristige Schäden an der Infrastruktur.
Sie sagten, die gesamten wirtschaftlichen Verluste könnten sogar noch größer sein, wenn diese Faktoren berücksichtigt würden.
Der Studie zufolge ist das verarbeitende Gewerbe der Sektor, der am stärksten von extremer Hitze betroffen ist.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen, der Einzelhandel, das Baugewerbe und die Lebensmittelindustrie gehörten zu den Sektoren, die den Verlusten durch hohe Temperaturen am stärksten ausgesetzt waren.
17. Juli 2026 04:01 Uhr GMT+03:00