Apples „Wild Things“, Netflixs „The Alex“ und „The Boys From Berlin“ bekommen fast 50 Millionen Euro für Dreharbeiten in Deutschland

Apples „Wild Things“, Netflixs „The Alex“ und „The Boys From Berlin“ bekommen fast 50 Millionen Euro für Dreharbeiten in Deutschland

Von internationalen Streaming-Plattformen finanzierte Serien waren im ersten Halbjahr 2026 die Hauptnutznießer des fernsehorientierten Deutschen Filmfonds (GMPF).

Fünfzehn lokale und internationale Fernsehserien erhielten knapp 90 % der insgesamt 70 Millionen Euro, die an die deutschen Produzenten und Koproduzenten dieser Serien gezahlt wurden.

Darunter war auch die achtteilige limitierte Serie Wild Things, produziert von der amerikanischen Firma Imagine Entertainment und in Deutschland von Henning Molfenters Berlin Production Group für Apple TV+, die die maximale Auszahlung von 20 Millionen Euro erhielt. In „Wild Things“ spielen Andrew Garfield und Jude Law die deutschen Zauberer Siegfried und Roy.

Die zweitgrößte Tranche der GMPF-Förderung, 15,6 Millionen Euro, ging an die in Potsdam ansässige Three Raccoons Production als lokaler Produzent der Netflix-Limitedserie The Boys From Brazil.

Der von Peter Morgan kreierte historische Thriller basiert auf Ira Levins Roman von 1976 über die Verfolgung von Josef Mengele durch einen Nazi-Jäger. Jeremy Strong, August Diehl, Daniel Brühl, Gillian Anderson. Shira Haas und Lizzy Caplan spielen die Hauptrollen in der von den britischen Produktionsfirmen World Productions und Orchid Pictures produzierten Serie. Es spielt in Deutschland.

Der drittgrößte Zuschuss erfolgte über die Zweckgesellschaft 58. Babelsberg Film von Studio Babelsberg, die 10,3 Millionen Euro für die Koproduktion von „The Alex“ auf Apple TV+ erhielt, einer Adaption von Philip Kerrs neuestem Roman der Berlin-Noir-Reihe „Metropolis“.

Die britischen Schauspieler Jack Lowden, Colin Firth und Amir El-Masry spielen die Hauptrollen in der Serie, die vom britischen Bad Wolf mit Tom Hanks‘ Team Playtone produziert wird. Alex folgt dem Polizisten Bernie Gunther, der 1928 neu in das Berliner Mordkommando befördert wurde. Die Adaption wurde von Peter Straughan geschrieben.

internationales Zentrum

Ziel des GMPF ist es, internationale Filme und Fernsehserien nach Deutschland zu holen, die Attraktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Landes als internationalen Filmstandort zu stärken und zu steigern und zum Erhalt und Ausbau der audiovisuellen Infrastruktur in Deutschland sowie zur Förderung technischer und kreativer Dienstleistungen in der Filmbranche beizutragen.

Förderanträge müssen in einem dreifachen Kulturtest, der sich aus kulturellen Inhalten, kreativen Talenten und Produktion zusammensetzt, insgesamt 40 Punkte erreichen. Punkte für die letztgenannte Kategorie können durch Studio- oder Außenaufnahmen, VFX-Animationen oder Musikaufnahmen in Deutschland gesammelt werden.

Im ersten Halbjahr 2026 wurden für keine Fernsehfilme Fördermittel beantragt.

Sowohl die GMPF-Produktionsförderung als auch der für Kinospielfilme vorgesehene Deutsche Bundesfilmförderfonds (DFFF) werden von der Bundesfilmförderung (FFA) verwaltet. Beide bieten automatische, nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 30 % der förderfähigen Kosten und verfügen über ein Gesamtbudget von 250 Millionen Euro bis 2026. Dieses Budget wurde dieses Jahr im Rahmen des Finanzierungsreformpakets erhöht, dessen jüngste Säule die Einführung einer lokalen Investitionspflicht für lokale und internationale Streamer im Januar 2027 ist.

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