30.01.2026 – Der zweite Film der deutschen Filmemacherin Sophie Heldman greift den königlichen Skandal auf, der 1810 die schottische Gesellschaft erschütterte
Flora Nicholson, Mia Tharia und Clare Dunne in „The Education of Jane Cumming“.
Edinburgh, 1810. Die Professoren Jane Pirie und Marianne Woods verwirklichen gemeinsam ihren Traum von einem unabhängigen Leben und eröffnen ein Internat. Ihr Leben verändert sich für immer, als eine wohlhabende Aristokratin ihren „unehelichen“ 15-jährigen Enkel aus Indien anmeldet. Den Lehrern fällt es schwer, das Mädchen zu integrieren, das unter seinen Klassenkameraden weiterhin eine Außenseiterin bleibt. Miss Pirie und Miss Woods kommen Jane Cumming näher, als ihre Großmutter darauf besteht, dass sie sich den Sommer über um sie kümmert. Private und berufliche Grenzen verschwimmen, die Zuneigung zwischen ihnen wächst und sie beginnen eine ungewöhnliche Familie zu gründen. Mit Beginn der neuen Amtszeit nehmen die Spannungen zu. Die Lehrer sind überwältigt vom wachsenden Wunsch des Mädchens nach Nähe und der eigenen sich verändernden Beziehung. Als Jane Cumming sich von ihrer neuen Familie ausgeschlossen fühlt, verlangt sie, nach Hause zu ihrer Großmutter gebracht zu werden. Es folgt eine Anschuldigung, die Lehrer um ihr Leben kämpfen lässt, was zu einem jahrzehntelangen Rechtsstreit führt, der das schottische Establishment empören würde.
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Dies ist die Zusammenfassung von The Education of Jane Cumming (+siehe auch: Rezensionsinterview: Sophie Heldmanfilmprofil), dem neuen Film der deutschen Filmemacherin Sophie Heldman, dessen Weltpremiere in der Panorama-Sektion der nächsten Berlinale (12.-22. Februar) stattfinden wird.
Der Film basiert auf Lillian Fadermans Sachbuch Scotch Verdict: The Real-life Story That Inspired „The Children’s Hour“. Faderman sagt: „Vor einem halben Jahrhundert entdeckte ich das Protokoll eines Prozesses aus dem Jahr 1810, an dem zwei schottische Lehrer und ihre anglo-indische Schülerin, die Tochter eines jungen schottischen Aristokraten und seiner Geliebten in Indien, beteiligt waren Dort war das Mädchen Zeuge der dreisten sexuellen Abenteuer zwischen ihren Schullehrern geworden. Oder hatten die Richter in dem Fall, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht, Schwierigkeiten, die Wahrheit herauszufinden, wurden aber durch ihre tiefen Rassen- und Klassenvorurteile und ihre ignoranten Vorstellungen über die Sexualität von Frauen behindert?
Sophie Heldman begann in New York an unabhängigen Filmproduktionen zu arbeiten und studierte anschließend Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Sein erster Spielfilm „Colors in the Dark“ (+siehe auch: Trailerfilmprofil) mit Bruno Ganz und Senta Berger in den Hauptrollen wurde im Wettbewerb des San Sebastian International Film Festival uraufgeführt und war ein Erfolg an den deutschen und schweizerischen Kinokassen. „The Education of Jane Cumming“ ist ihr zweiter Spielfilm.
Der von Heldman und der schottischen Hauptdarstellerin Flora Nicholson geschriebene Film spielt Nicholson selbst neben Clare Dunne, Fiona Shaw, Mia Tharia und Rebecca Martin. „The Education of Jane Cumming“ ist eine deutsch-schweizerisch-britische Koproduktion unter der Regie von Bettina Brokemper von der deutschen Heimatfilm. Als Produzenten fungierten Karin Koch (von der Schweizer Dschoint Ventschr Filmproduktion) und Nadira Murray (von Sylph Productions aus Edinburgh). Der internationale Vertrieb wird von Global Constellation abgewickelt.
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