Brasiliens Ingwersaison 2026 hatte einen schleppenden Start. Laut Hans Dettmann Junior, Eigentümer von Gengibre Brasil, ist der langsame Start größtenteils auf Wetterprobleme in Europa, dem Hauptexportmarkt, zurückzuführen.
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Dettmann weist darauf hin, dass Hitzewellen in Europa die Nachfrage der Importeure nach Ingwer vorübergehend verringert haben. „Die Preise sind hier in Brasilien aufgrund des großen Angebots und der derzeit geringen Nachfrage niedrig“, sagte er. Allerdings geht er davon aus, dass die Bestellungen ab dem nächsten Monat wieder steigen werden, da die Temperaturen in Europa sinken.
Trotz des verhaltenen Starts betonte Dettmann, dass Qualität und Menge der Ernte positiv seien: „Wir haben in diesem Jahr eine gute Produktion und Qualität“, sagte er und prognostizierte für die Saison etwa 80.000 Tonnen, was der im Jahr 2025 erreichten Menge entspricht.
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© Gengibre BrasilienDas Unternehmen exportiert seine Produkte hauptsächlich nach Europa und in die Vereinigten Staaten, mit Sitz in Santa María de Jetibá, Espírito Santo. Mit Blick auf den nordamerikanischen Markt wies Dettmann darauf hin, dass Ingwer im Gegensatz zu anderen brasilianischen Produkten, die von den Zöllen der Donald Trump-Regierung betroffen seien, „immer noch von diesen Zöllen ausgenommen“ sei.
Ein weiterer Faktor, der dem brasilianischen Sektor zugute kommen könnte, sind die Schwierigkeiten, mit denen Peru, ein weiterer wichtiger Ingwerexporteur, auf dem europäischen Markt konfrontiert ist. „Peru steht vor Problemen in Europa“, sagte er und fügte hinzu, dass dies dazu führen würde, dass das Land einen Teil seiner Produktion in die Vereinigten Staaten verlagert, was neue Möglichkeiten für brasilianischen Ingwer in Europa eröffnen könnte.
Allerdings sind die Aussichten nicht ohne Herausforderungen. Dettmann betonte, dass die Produktionskosten in Brasilien sehr hoch seien: „Es ist sehr teuer, es ist zu teuer“, und bezog sich dabei sowohl auf die Inputs als auch auf die Arbeitskräfte, die zur Aufrechterhaltung des Geschäfts erforderlich sind. „Das schränkt die Rentabilität ein und macht es schwierig, mit Ingwer aus China zu konkurrieren, der auf internationalen Märkten zu niedrigeren Preisen angeboten wird.“ Er erwähnte auch, dass der aktuelle FOB-Preis pro Karton zwischen 14 und 16 Euro liege.
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Gengibre Brasil unter der Leitung von Dettmann befindet sich im dritten Betriebsjahr und will nach Angaben des Eigentümers in diesem Jahr zwischen 30 und 50 Container verwalten.
Für weitere Informationen: Hans Dettmann JuniorGengibre BrasilTel: +55 27 99856 3768www.gengibrebrasil.com