Deutschland plant, die Subventionen für erneuerbare Energien zu kürzen, da das Land sein Finanzierungssystem überprüft, um die Kosten der Energiewende zu senken und dem wachsenden Druck auf das Stromnetz entgegenzuwirken. Die Regierung schlägt vor, die finanzielle Unterstützung für neue Solar- und Windprojekte in Gebieten zu begrenzen, in denen die Stromnetze bereits überlastet sind. Der durch Subventionen vorangetriebene Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland hat den Netzausbau überholt und stellt die Stromübertragung und -verteilung vor Herausforderungen. Die Pläne der Regierung zielen darauf ab, das Wachstum erneuerbarer Energien an die verfügbare Netzkapazität anzupassen und ihre Energiewendepolitik erschwinglicher zu machen. Die Deutschen zahlen extrem hohe Preise für ihre Energiepolitik, die mit Klima- und Netto-Null-Emissionszielen verknüpft ist. Die Reformen sind Teil einer Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die vor dem Auslaufen des aktuellen Förderrahmens Ende 2026 in Kraft treten muss.
Die Stromleitungen in Deutschland konnten mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien nicht Schritt halten, was zu Engpässen führte und die Betreiber dazu zwang, die Produktion vorübergehend zu drosseln. Der Plan sieht vor, dass neue erneuerbare Projekte in Gebieten mit Netzengpässen automatisch an das Netz angeschlossen werden, wenn sie sich bereit erklären, in Zeiten, in denen kein Strom in das Netz eingespeist werden kann, auf Ausgleichszahlungen zu verzichten. Nach den Redispatch-Regeln müssten Betreiber auf bis zu 20 % ihrer Einspeisevergütung verzichten, wenn ihre Anlagen bis zu sechs Jahre lang reduziert werden. Die Reduzierung erfolgt erst, wenn die Netzwerkauslastung 5 % erreicht.
Die Regierung plant außerdem, ab dem nächsten Jahr die Förderzahlungen für kleine Solardachanlagen zu kürzen. Betreibern von Solaranlagen mit bis zu 25 Kilowatt installierter Leistung, die ab 2027 gebaut werden, wäre eine Vergütung für bis zu 36 Monate garantiert. Nach dieser Übergangsphase müssten sie auf Direktvermarktung umsteigen, das heißt, sie müssten ihren Strom über einen Dienstleister an Energiebörsen verkaufen, wo die Preise schwanken.
Konkret heißt es: Ab 2027 erhalten neue private und gewerbliche Solaranlagen mit einer Leistung von weniger als 25 Kilowatt 20 Jahre lang nicht mehr die traditionelle garantierte Einspeisevergütung. Stattdessen würde die Vergütung während einer dreijährigen Übergangsfrist aus einem Basistarif von 6,2 Cent pro Kilowattstunde und einem Direktvermarktungsbonus von 1,5 Cent bestehen, der auf vier Jahre begrenzt ist. Der Plan begrenzt außerdem die Solarenergie auf Dächern auf 50 % der Nennkapazität der Anlage. Ziel ist es, Überkompensationen zu reduzieren und den Eigenverbrauch und die Batteriespeicherung zu fördern. Analysten gehen davon aus, dass die Rentabilität kleiner Solaranlagen zunehmend von Heimbatterien oder dem Laden von Elektrofahrzeugen abhängt.
Es wird erwartet, dass die Regierung in diesem Jahr rund 16 Milliarden Euro (18,3 Milliarden US-Dollar) für Subventionen für erneuerbare Energien ausgeben wird, wobei die zusätzlichen Zahlungen für die eingeschränkte Stromerzeugung bis zu 3 Milliarden Euro (3,4 Milliarden US-Dollar) betragen werden, obwohl Ausgabenkürzungen in anderen Bereichen, etwa im Gesundheitswesen, bei den Wählern auf Kritik gestoßen sind.
Kritiker des reduzierten Subventionsplans für erneuerbare Energien sagen, dass die Änderungen die Investitionen in Onshore-Wind- und Solarprojekte drosseln könnten, da die Einnahmen aufgrund zunehmend negativer Energiepreise sinken. Trotz der Subventionsreduzierung hält Deutschland an seinem Ziel fest, den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 von rund 58 % auf 80 % zu steigern. Darüber hinaus sind weitere Auktionen für erneuerbare Kapazitäten geplant. Die Ausschreibungen für Onshore-Windenergie sind für die Jahre 2027 und 2028 auf 15.000 Megawatt festgelegt, sinken dann auf 12.000 Megawatt im Jahr 2029 und schließlich auf 10.000 Megawatt pro Jahr zwischen 2030 und 2032. Bei der landmontierten Solarenergie bleibt das Volumen stabil bei 14.000 Megawatt pro Jahr, während das Biogas 1.000 Megawatt erhält 2027 und 2028 versteigert.
Laut einem vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Gesetzesentwurf sollen ab 2027 neue Erneuerbare-Erzeuger „in einer Weise gefördert werden, die sowohl dem Markt als auch dem System zugute kommt“, d. h. Projekte belohnt werden, die am besten auf die Stromnachfrage reagieren und die Netzüberlastung nicht verschärfen.
Das Kabinett soll den Reformen am 29. Juli zustimmen und der Plan wird dann dem Parlament vorgelegt, damit er in Kraft tritt.
Abschluss
Deutschland reduziert die Subventionen für seine Branche der erneuerbaren Energien, da das Wachstum der Wind- und Solarenergie das Wachstum des Stromnetzes übersteigt, was zu Engpässen führt. Betreiber erneuerbarer Energien könnten bis zu 20 % ihrer Einspeisevergütungen verlieren, wenn ihre Produktion reduziert wird. Und ab 2027 wird die Regierung die Förderzahlungen für kleine Solardachanlagen unter 25 Kilowatt für drei Jahre kürzen. Die Pläne der Regierung zielen darauf ab, das Wachstum erneuerbarer Energien an die verfügbare Netzkapazität anzupassen und die Energiewende erschwinglicher zu machen. Die Reformen sind Teil der Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das aktualisiert werden muss, bevor der aktuelle Förderrahmen Ende 2026 ausläuft. Deutschland prüft jedoch die Politik einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien nicht erneut, obwohl die Besorgnis über eine Deindustrialisierung der stärksten Industriemacht Europas aufgrund hoher Energiekosten wächst.

