Strictly Come Dancing: Die Verletzungsrisiken, die sich hinter Glanz und Glamour verbergen
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Strictly Come Dancing: Die Verletzungsrisiken, die sich hinter Glanz und Glamour verbergen

Mit der Bekanntgabe der diesjährigen Strictly Come Dancing-Teilnehmer steigt die Spannung erneut. Während sich Prominente darauf vorbereiten, den Alltag gegen Pailletten und den Ballsaal einzutauschen, werden sie ihren Körper auch einem der körperlich anspruchsvollsten Erlebnisse im Fernsehen aussetzen.

Die letztjährige Serie erinnerte an diese Anforderungen, als Dani Dyer verletzungsbedingt aufgeben musste. Untersuchungen an professionellen Tänzern zeigen, wie häufig Verletzungen auftreten, und legen nahe, dass die Genesung nicht nur eine körperliche Herausforderung ist. Die Angst vor einer erneuten Verletzung kann dazu führen, dass Tänzer weniger bereit sind, sich vollständig auf die Bewegungen einzulassen, was bei Teilnehmern, die neu im Tanzen sind, noch ausgeprägter sein könnte.

Wer Tanzerfahrung hat, ist klar im Vorteil. Ihre Hüften, Knie und Wirbelsäule sind bereits an die beim Tanzen auftretenden Kräfte gewöhnt, während sich Neulinge schnell an Bewegungen gewöhnen müssen, die ihr Körper möglicherweise noch nie zuvor ausgeführt hat.

Die Hüfte ist dank der Art und Weise, wie die Knochen zusammen mit den umgebenden Muskeln und Bändern zusammenpassen, eines der stabilsten Gelenke des Körpers. Das Knie hingegen ist eines der komplexesten Gelenke des Körpers und daher besonders verletzungsanfällig.

Eine Studie unter niederländischen DanceSport-Wettkämpfern ergab, dass mehr als 80 % der Tänzer eine Verletzung erlitten hatten. Knöchel, Knie und Unterschenkel waren die häufigsten Stellen und machten fast die Hälfte der Verletzungen bei Männern und mehr als die Hälfte bei Frauen aus. Frauen berichteten häufiger von Kopf- und Nackenverletzungen, wahrscheinlich weil sie häufiger angehoben und gedreht wurden.

Dani Dyer musste 2025 verletzungsbedingt auf den Wettkampf verzichten. Fred Duval/Shutterstock.com

Eine andere Studie ergab, dass sich die Verletzungsmuster je nach Alter und Geschlecht unterscheiden, was darauf hindeutet, dass die Trainingsprogramme entsprechend angepasst werden sollten.

Die Füße sind besonders gefährdet, da sie den Aufprall bei jeder Landung absorbieren und gleichzeitig die nötige Kraft aufbringen müssen, um den nächsten Schritt voranzutreiben. Jeder Fuß enthält 28 Knochen, 33 Gelenke und mehr als 100 Bänder, die alle von Dutzenden Muskeln gesteuert werden. Eine Schwäche dieser Muskeln erhöht das Verletzungsrisiko.

Und diese Probleme treten nicht nur beim Gesellschaftstanz auf. Studien zu modernem Tanz, Hip-Hop und Breakdance, Irish Dance und Ballett berichten von hohen Verletzungsraten, wobei die Beine am stärksten beansprucht werden.

Manche Verletzungen sind so häufig, dass sie ihren eigenen Namen haben. Eine davon ist die „Tänzerfraktur“, ein Bruch im fünften Mittelfußknochen an der Außenseite des Fußes. Es tritt normalerweise auf, wenn sich der Fuß während einer Landung oder Drehung seltsam verdreht und so Verdrehkräfte auf den Knochen ausgeübt werden. Knochen halten einer Kompression gut stand, sind jedoch viel weniger widerstandsfähig gegen Verdrehungskräfte, sodass diese Art von Verletzung allein durch Training nur schwer zu verhindern ist.

Nicht alle Verletzungen treten plötzlich auf. Das tägliche Wiederholen der gleichen Bewegungen kann nach und nach zu einer Überlastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken führen. Eine Studie ergab, dass diese Überlastungsverletzungen besonders häufig bei jüngeren Tänzern auftreten, die professionell trainieren, und dass das Tragen von mehr Körpergewicht das Risiko zusätzlich erhöht.

Eine weitere bekannte Erkrankung ist die Tänzerhüfte oder das Snapping-Hüft-Syndrom, bei dem verdickte Sehnen in der Hüfte mit einem hörbaren Klicken auf den benachbarten Knochen einrasten. Bei der Tänzerzehe handelt es sich um eine ähnliche Überlastungsverletzung, die die Sehne betrifft, die den großen Zeh beugt. Beide Beschwerden können von harmlosen Beschwerden bis hin zu starken Schmerzen reichen.

Auch Schuhe spielen eine wichtige Rolle, da sie entweder direkt zu Verletzungen beitragen oder die Bewegung auf subtile Weise verändern, was an anderer Stelle zu zusätzlicher Belastung führt.

Auch die Wirbelsäule ist wiederholten Belastungen ausgesetzt. Im Laufe der Zeit können sich bei Tänzern alles entwickeln, von Muskelschmerzen und -krämpfen bis hin zu Ermüdungsfrakturen der Wirbel und einer übermäßigen Krümmung des unteren Rückens, der sogenannten Hyperlordose.

Auch das Herz spürt die Anspannung.

Mehrere Strictly-Teilnehmer sind im Laufe der Jahre aufgrund von Herzproblemen ausgestiegen. Tanzen ist eine großartige Herz-Kreislauf-Übung, aber Partnertanzen fügt eine weitere Ebene der körperlichen Anstrengung hinzu, indem er eine andere Person hochhebt, hält und auf dem Boden bewegt. Zusammen können diese Anforderungen die Herzfrequenz auf über 85 % des geschätzten Maximums einer Person erhöhen.

Eine Studie in Australien ergab, dass professionelle Tänzer beim modernen und lateinamerikanischen Tanz regelmäßig eine Herzfrequenz von etwa 170 Schlägen pro Minute erreichen, vergleichbar mit einem hochintensiven Intervalltraining. Für Prominente, die das Tanzen von Grund auf lernen, kann es eine noch größere physiologische Herausforderung sein.

Wenn Sie sich also darauf vorbereiten, das diesjährige Strictly zu genießen, sollten Sie bedenken, dass hinter dem Glamour eine außergewöhnliche sportliche Leistung steckt. Jede Routine stellt enorme Anforderungen an die Muskeln, Gelenke, Knochen und das Herz-Kreislauf-System, alles auf der Suche nach der glänzenden Balltrophäe.

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