Porsche gehört zu den Autoherstellern, die zuletzt einen schweren Schlag erlitten haben, nachdem sie enorme Summen in die Elektrowende investiert haben. (EPA Images Photo) FRANKFURT: Der deutsche Luxussportwagenhersteller Porsche, eine Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns, gab am Montag bekannt, dass er im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bis 2035 5.000 Arbeitsplätze abbauen werde.
Der Hersteller des Sportwagens 911 musste einen Gewinneinbruch hinnehmen, der auf rückläufige Verkaufszahlen in China zurückzuführen ist, wo jetzt im Inland hergestellte Elektrofahrzeuge (EVs) dominieren, sowie auf US-Zölle und eine kostspielige Entscheidung, den schwierigen Übergang zur Elektrotechnik zu verlangsamen.
Der neue Plan sieht den „sozialverträglichen Abbau von weiteren 5.000 Arbeitsplätzen bis 2035 vor, überwiegend durch natürliche Fluktuation, demografische Effekte, den Ausbau des Sonderteilzeitprogramms und freiwillige Aufhebungsvereinbarungen“, teilte das Unternehmen mit.
Mit dem bereits im vergangenen Jahr angekündigten Stellenabbau plant das Unternehmen, die Belegschaft von mehr als 30.000 Mitarbeitern um 8.900 Personen zu reduzieren.
Bei der Ankündigung seines sogenannten „Zukunftspakets“ kündigte der Autohersteller außerdem an, bis 2035 insgesamt 2,1 Milliarden Euro (2,4 Milliarden US-Dollar) in zwei Werke in Zuffenhausen und Weissach bei Stuttgart zu investieren.
Dort würden die Beschäftigten Beschäftigungs- und Standortschutz bis 2035 genießen, sagte er nach Verhandlungen mit Gesamtbetriebsrat und Gewerkschaften.
„Gemeinsames Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Sportwagenherstellers zu stärken und möglichst viele Arbeitsplätze langfristig zu sichern“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Darüber hinaus wurden weitere Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt, etwa die Verschiebung von Gehaltserhöhungen bis 2035 und der Verzicht der leitenden Angestellten auf Grundgehaltserhöhungen in den Jahren 2027 und 2028.
Porsche gehört zu den Autoherstellern, die kürzlich einen Rückschlag erlitten haben, nachdem sie enorme Summen in die Umstellung auf Elektrofahrzeuge investiert hatten, nur um eine schwächere Nachfrage als erwartet zu verzeichnen.
Der Hersteller gab letztes Jahr bekannt, dass er den Übergang zu Elektrofahrzeugen verlangsamen werde, was die Gewinne seiner zehn Volkswagen-Marken um Milliarden Euro schmälerte.
Zu den Maßnahmen gehörten die Verzögerung der Einführung einiger vollelektrischer Autos und die Verlängerung der Lebensdauer einiger Hybrid- und Verbrennungsmotormodelle.


