Die deutsche Polizei geht davon aus, dass ein Auto in den Tiergarten nahe der Route einer Pride-Demonstration gefahren ist und mehrere Menschen angefahren hat.
Gepostet am 25. Juli 202625. Juli 2026
Eine Person ist tot und mehr als ein Dutzend verletzt, nachdem bei einer LGBTQ-Parade in Berlin mutmaßlich ein Auto in eine Menschenmenge gerast ist, teilte die deutsche Polizei mit.
Der Vorfall am Samstagabend veranlasste die Polizei, die Veranstaltung in der deutschen Hauptstadt wenige Stunden nach Beginn abzusagen.
Die Polizei geht davon aus, dass ein Auto in den zentralen Tiergarten der Stadt in der Nähe der Pride-Demonstrationsroute gefahren ist und mehrere Menschen angefahren hat.
Sie sagten, mindestens 17 Menschen seien verletzt worden und einige der Opfer hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Sie riefen alle Personen, die bei X in der Lage waren, zum sofortigen Verlassen des Veranstaltungsgeländes auf.
Die Polizei fügte hinzu, dass am Tatort im Tiergarten – einem Waldgebiet der Hauptstadt, wo die Parade endet – ein Fahrzeug zurückgelassen worden sei und sie nach dem oder den Insassen suchten.
„Wir führen eine intensive Fahndung nach Tatverdächtigen durch“, sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem auf X geposteten Video.
Auf der Spurensuche hätten Polizisten den Bereich zwischen dem Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels beleuchtet, berichtete ein dpa-Journalist vor Ort.
Rettungskräfte versorgten die Verletzten vor Ort. Anzahl und Schwere der Verletzungen waren zunächst nicht klar.
In Sicherheitsdecken gehüllte Menschen umarmen sich in der Nähe der Stelle, an der eine Person starb und weitere verletzt wurden, nachdem vermutlich ein Auto vor der Christopher Street Day (CSD)-Parade in Berlin in die Menschenmenge gerast ist (AFP)
Bundeskanzler Friedrich Merz versprach am Sonntag, die Täter zu bestrafen. In einer Erklärung sagte er, er und Innenminister Alexander Dobrindt würden „sich dafür einsetzen, dass diese schreckliche Tat umfassend untersucht und geahndet wird“.
In einem Beitrag auf X sagte Berlins Bürgermeister Kai Wegner, dass „die Freiheit auf die schrecklichste Art und Weise angegriffen wurde“.
Hunderttausende Menschen strömten am Samstag in die Stadt, um die Berlin Pride Parade zu feiern, die in Deutschland als Christopher Street Day bekannt ist. Es ist eine der größten LGBTQ-Feierlichkeiten in Europa.
Die Pride-Veranstaltung vor dem berühmten Brandenburger Tor in der Innenstadt wurde gegen 22:15 Uhr abgesagt. Ortszeit (20:15 GMT) und der Auftritt einer Band auf der Bühne wurde unterbrochen. Die Menschen wurden aufgefordert, nach Hause zurückzukehren und den Tiergarten nicht zu durchqueren.
Vor dem Vorfall hatten die Menschen friedlich gefeiert, waren stundenlang durch die Stadt marschiert, hatten zu lauter Musik getanzt und die rund 80 Umzugswagen angefeuert, die an der Parade teilgenommen hatten.