Deutschlands Raketensuche macht auf geheimes Startup Covenant aufmerksam | CTech

Deutschlands Raketensuche macht auf geheimes Startup Covenant aufmerksam | CTech

Die meiste Zeit seines Bestehens operierte Covenant weitgehend im Verborgenen der Öffentlichkeit.

Das erst 2024 gegründete amerikanische Verteidigungs-Startup mit Tochtergesellschaften in Israel und Deutschland hat laut mit dem Unternehmen vertrauten Personen Hunderte Millionen Dollar eingesammelt und dabei die Unterstützung einiger der einflussreichsten Investoren im Silicon Valley gewonnen. Über seine Produkte, Ambitionen oder Operationen ist jedoch wenig öffentlich bekannt.

Jetzt steht das Unternehmen unerwartet im Mittelpunkt einer der dringendsten Verteidigungsdebatten Europas.

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Deutschlands Raketensuche macht auf geheimes Startup Covenant aufmerksam | CTech

Tomahawk-Start.

(Foto: AFP PHOTO / US NAVY und US CENTRAL COMMAND / HANDOUT)

Einem Bericht von Politico zufolge prüft das deutsche Verteidigungsministerium das Abkommen als Teil einer dringenden Suche nach kostengünstigen Langstreckenangriffsfähigkeiten, da die Besorgnis über die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten bei strategischen Waffensystemen wie Tomahawk-Marschflugkörpern mit großer Reichweite wächst. Der Umfang stellt das junge Startup neben ukrainische Raketenentwickler, die um die Aufmerksamkeit eines der größten Militärausgaben Europas konkurrieren.

Die Entwicklung bietet einen seltenen Einblick in ein Unternehmen, das offenbar schnell vom Startup-Status in Diskussionen über die Zukunft der europäischen Abschreckung übergegangen ist.

Politico berichtete, dass die deutschen Beschaffungsbehörden eine Anfrage für Produktvorschläge an Covenant gesendet hätten, während Berlin nach Alternativen zu in den USA hergestellten Langstreckenangriffssystemen sucht. Der Schritt erfolgt nach Unsicherheit über Washingtons Pläne, Langstreckenraketen in Europa zu stationieren, und vor dem Hintergrund der Besorgnis über die US-Raketenbestände nach dem Konflikt mit dem Iran.

Im Zentrum des Covenant-Starts steht ein Raketensystem namens Anthem.

Nach Angaben von Politico und im Bericht zitierten mit der Angelegenheit vertrauten Personen sollte Anthem im Juni in Israel getestet werden, wobei deutsche Verteidigungsbeamte eingeladen wurden, den Prozess zu beobachten.

Covenant reagierte nicht auf die Bitte von Politico um einen Kommentar.

Politico berichtete, dass in Unternehmensmaterialien Covenant als ein mit den USA und Israel verbundenes Unternehmen beschrieben wird, das Pläne hat, eine souveräne europäische Lieferkette und Produktionskapazitäten in Deutschland und im Vereinigten Königreich aufzubauen. Solche Ambitionen stehen im engen Einklang mit dem wachsenden Wunsch Europas, die Abhängigkeit von ausländischen Verteidigungslieferanten zu verringern und inländische Produktionskapazitäten auszubauen.

Die Investorenliste des Startups spiegelt auch die wachsende Konvergenz von Silicon Valley-Kapital und Verteidigungstechnologie wider.

Laut Politico zählt Covenant zu seinen Unterstützern Founders Fund, die mit Peter Thiel verbundene Risikokapitalgesellschaft, sowie Andreessen Horowitz, einen der bekanntesten Technologieinvestoren in den Vereinigten Staaten.

Die Verbindung ist bemerkenswert, da Covenant-Gründer Michael Kaufman ein ehemaliger Investor von Thiel Capital ist.

Das Interesse Deutschlands an Covenant kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Berlin eine von Politico beschriebene viergleisige Strategie verfolgt, um weitreichende Angriffsfähigkeiten zu erlangen. Neben den Bemühungen, amerikanische Systeme zu beschaffen und künftige europäische Waffen zu entwickeln, suchen deutsche Beamte nach kostengünstigeren Raketen, die schneller stationiert und in größeren Mengen erworben werden können.

Politico berichtete, dass deutsche Beamte Systeme israelischer und ukrainischer Unternehmen prüfen, um ein diversifiziertes Arsenal aufzubauen, das in der Lage ist, Ziele tief hinter den feindlichen Linien anzugreifen. Deutsche Verteidigungsbeamte sagten der Veröffentlichung, dass solche Fähigkeiten aufgrund der Lehren aus dem Krieg in der Ukraine für eine glaubwürdige Abschreckung unerlässlich geworden seien.

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