Deutschland und Frankreich kündigen strategische Verteidigungspartnerschaft und Integration nuklearer Abschreckung an

Deutschland und Frankreich kündigen strategische Verteidigungspartnerschaft und Integration nuklearer Abschreckung an

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron gaben am Freitag bekannt, dass ihre Länder ihre strategische Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung verdoppeln, mit dem Ziel, Europas Verteidigungsposition zu stärken.

Kurz nachdem ihr gemeinsames 100-Milliarden-Euro-Kampfflugzeugprojekt implodiert war, versuchen beide Länder nun, ihre entfremdeten Beziehungen auf strategischer Ebene wiederzubeleben.

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„Diese beispiellose bilaterale Zusammenarbeit wird dazu beitragen, die Abschreckung in Europa zu stärken“, heißt es in dem am Freitag in Brühl unterzeichneten Abkommen.

Die Partnerschaft werde sich auf „die Integration konventioneller Fähigkeiten, Tiefenpräzisionsangriffe und Raketenabwehrfähigkeiten mit nuklearer Abschreckung“ konzentrieren, um die Fähigkeit zu erhöhen, „eine Eskalation unterhalb der nuklearen Schwelle zu bewältigen und die notwendigen konventionellen Fähigkeiten zu entwickeln“, heißt es in dem Dokument.

Die beiden Staats- und Regierungschefs bestätigten außerdem, dass Deutschland noch in diesem Jahr an einer französischen Nuklearübung teilnehmen werde.

„Das wird das erste Mal sein, dass wir auf herkömmliche Weise an einer solchen Übung teilnehmen“, sagte Merz. Ziel sei es, „zu identifizieren, wo wir gemeinsame Ziele erreichen können, nämlich mehr Abschreckung in Europa.“

An der Teilnahme dürften deutsche Beamte an Bord eines französischen Tankers teilnehmen, um eine Pokerübung zu beobachten, die vierteljährliche Übung der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte zur Schulung ihrer luftgestützten nuklearen Abschreckung. Bei der Übung tragen Rafale-Kampfflugzeuge simulierte nukleare Marschflugkörper der ASMPA.

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Sehen Sie hier das Original von Kjeld Neubert und Pietro Guastamacchia.

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