Ein computergeneriertes Bild der zukünftigen Feindfregatte TKMS MEKO A-200 DEU der deutschen Marine. (TKM)
Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) gab am 8. Juli 2026 bekannt, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages den Erwerb von vier (deutschen) U-Boot-Abwehrfregatten (ASW) MEKO A-200 DEU von TKMS genehmigt hat.
Die Genehmigung ebnet den Weg für die Unterzeichnung eines Vertrags im Wert von rund 6,3 Milliarden Euro (7,38 Milliarden US-Dollar) für den Bau von vier Schiffen und einer Option für vier weitere. Die Ausübung der Option für vier weitere Schiffe bedürfe einer gesonderten Vorlage im Haushaltsausschuss, heißt es in einer Pressemitteilung des BMVg.
Die vier ASW-Fregatten der Brandenburg-Klasse (F123) der Deutschen Marine, von denen die neueste im Dezember 1996 in Dienst gestellt wurde, sind im Juli 2026 noch im Einsatz und müssen ersetzt werden. Ab August 2025 erwogen das BMVg und die Bundeswehr den Einsatz des MEKO A-200 DEU-Designs von TKMS als Übergangsschiffe bis zum Eintreffen der verspäteten F126-Schiffe, teilte die Bundeswehr in einer Pressemitteilung vom 8. Juli mit. Am 24. Juni 2026 haben das BMVg und die Bundeswehr das F126-Programm aufgrund übermäßiger Verzögerungen und Kostenüberschreitungen eingestellt und die Bezeichnung F126 beibehalten.
Am 1. Juli erklärte das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Damen, dessen Unternehmen Damen Schelde Naval Shipbuilding das F126-Programm geleitet hatte, in einer Erklärung, dass es nach der Einstellung des F126-Programms eine geordnete Einigung mit dem BMVg erzielt habe. Damen fügte hinzu, dass die drei Parteien einer trilateralen Vereinbarung zugestimmt hätten, das Projekt an den deutschen Partner NVL (inzwischen von Rheinmetall übernommen) als neuen Hauptauftragnehmer zu übertragen. Damen sagte, es sei bereit, nach dieser Übertragung weiterhin sowohl das Projekt als auch den neuen Hauptauftragnehmer zu unterstützen.
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