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HDE fordert Ende von Wettbewerbsverzerrungen in Europa - halbangst.de

HDE fordert fairen Wettbewerb für Europas Handel

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert vor der informellen Klausurtagung der europäischen Regierungschefs ein entschlossenes Ende von Wettbewerbsverzerrungen und strukturellen Wachstumshemmnissen im europäischen Binnenmarkt. Aus Sicht des Verbandes steht der stationäre und digitale Handel in Europa vor erheblichen Herausforderungen, die nicht allein durch Marktmechanismen gelöst werden können. Vielmehr brauche es klare politische Leitplanken, faire Rahmenbedingungen und eine konsequente Durchsetzung bestehender Regeln.

Ein zentrales Problem sieht der HDE in der ungleichen Wettbewerbslandschaft zwischen europäischen Handelsunternehmen und großen internationalen Plattformen. Unterschiedliche steuerliche Belastungen, uneinheitliche Regulierungen sowie Defizite bei der Kontrolle grenzüberschreitender Anbieter führten dazu, dass europäische Unternehmen zunehmend unter Druck geraten. Dies wirke sich nicht nur negativ auf Investitionen aus, sondern gefährde auch Arbeitsplätze und Innovationskraft.

Darüber hinaus kritisiert der Verband übermäßige Bürokratie und langsame Genehmigungsverfahren, die das Wachstum insbesondere kleiner und mittelständischer Handelsunternehmen hemmen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sei es entscheidend, Unternehmen Planungssicherheit zu geben und unnötige regulatorische Hürden abzubauen. Der Binnenmarkt könne sein volles Potenzial nur entfalten, wenn Regeln harmonisiert und praktikabel umgesetzt würden.

Auch die digitale Transformation spielt eine zentrale Rolle. Der HDE betont, dass europäische Händler bereit seien, in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Geschäftsmodelle zu investieren. Voraussetzung dafür seien jedoch faire Wettbewerbsbedingungen sowie einheitliche Standards im Onlinehandel, etwa bei Verbraucherrechten, Produktsicherheit und Marktplatzhaftung.

“Europa braucht einen starken und fairen Binnenmarkt, in dem gleiche Regeln für alle gelten und Wachstum nicht durch Bürokratie ausgebremst wird”, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Umfeld des Verbandes.

Diese Botschaft richtet sich klar an die europäischen Regierungschefs, die bei ihrer Zusammenkunft wichtige Weichen für die wirtschaftliche Zukunft der EU stellen.

Abschließend fordert der HDE eine enge Abstimmung zwischen nationalen Regierungen und europäischen Institutionen. Nur durch gemeinsames Handeln könne Europa seine Wettbewerbsfähigkeit sichern, den Handel stärken und langfristig Wohlstand schaffen. Die anstehende Klausurtagung wird daher als wichtige Gelegenheit gesehen, konkrete Schritte für einen faireren und wachstumsfreundlicheren europäischen Markt einzuleiten.

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