Russland kündigte an, den Ölfluss nach Deutschland über die Druschba-Pipeline zu stoppen

Russland kündigte an, den Ölfluss nach Deutschland über die Druschba-Pipeline zu stoppen

Moskau bestätigt, dass es die Lieferungen von kasachischem Öl nach Deutschland ab dem 1. Mai einstellen wird.

Gepostet am 22. April 202622. April 2026

Russland gibt bekannt, dass es ab nächsten Monat den Öltransport von Kasachstan nach Deutschland über die Druschba-Pipeline aus „technischen“ Gründen einstellen wird.

„Ab dem 1. Mai werden die zuvor über die Druschba-Pipeline nach Deutschland transportierten Mengen kasachischen Öls auf andere verfügbare Logistikrouten umgeleitet. Dies ist auf die aktuellen technischen Möglichkeiten zurückzuführen“, sagte der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Novak am Mittwoch vor Reportern im Kreml.

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„Die Deutschen haben auf russisches Öl verzichtet, es geht ihnen also gut“, sagte Novak über die Entscheidung Europas, die russischen Energieimporte zu kürzen.

Zuvor hatten der kasachische Energieminister Yerlan Akkenzhenov und das deutsche Wirtschaftsministerium erklärt, dass im nächsten Monat kein Öl durch die Druschba-Pipeline fließen solle, die durch russisches Territorium verläuft. Während ein Zweig über die Ukraine nach Ungarn führt, führt ein anderer Zweig über Weißrussland und Polen nach Deutschland.

Der Schritt wäre ein Schlag für die PCK-Raffinerie, die den Großteil des Treibstoffs nach Berlin liefert, und erfolgt inmitten einer wachsenden globalen Energiekrise aufgrund des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran, der zu erheblichen Störungen auf den globalen Öl- und Gasmärkten geführt hat.

Die rund 100 Kilometer nordöstlich von Berlin gelegene PCK-Raffinerie liefert fast das gesamte Benzin und Heizöl Berlins. Nach Angaben der Financial Times liefert es 90 Prozent des Benzins, Kerosins und Heizöls an die deutsche Hauptstadt, ihren Flughafen und ihr Umland.

Von der geplanten Aussetzung erfuhren die deutschen Aufsichtsbehörden zunächst von der deutschen Tochtergesellschaft des russischen Staatsölkonzerns Rosneft.

„Rosneft Deutschland prüft derzeit die Auswirkungen und wird sich an jede neue Situation anpassen“, sagte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in einer Erklärung.

„Rosneft Deutschland ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Region bewusst und wird seinen Verpflichtungen nachkommen. Gleichzeitig werden bestehende Optionen genutzt, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.“

Das Ministerium fügte hinzu, dass die ausbleibenden Lieferungen von kasachischem Öl an die Raffinerie „die Versorgungssicherheit mit Mineralölprodukten in Deutschland letztlich nicht gefährden, auch wenn PCK Schwedt mit einer geringeren Kapazität arbeiten müsste.“

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