Der französische Präsident Emmanuel Macron (l.) gestikuliert während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) auf Schloss Augustusburg während des 26. deutsch-französischen Kabinetts in Brühl, Westdeutschland, am 17. Juli 2026. (AFP-Foto)
18. Juli 2026 00:27 Uhr GMT+03:00
Deutschland werde später in diesem Jahr an einer französischen militärischen Nuklearübung teilnehmen, während Berlin und Paris daran arbeiten, ihre künftige Zusammenarbeit bei der Abschreckung zu stärken, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag nach Gesprächen zwischen Vertretern der beiden Regierungen in der Nähe von Köln.
„Parallel zu dieser Arbeit an einer gemeinsamen Doktrin werden deutsche konventionelle Streitkräfte in diesem Jahr an einer Nuklearübung der französischen Armee teilnehmen“, sagte Merz.
Bundeskanzler Friedrich Merz gestikuliert während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten auf Schloss Augustusburg während des 26. deutsch-französischen Kabinetts in Brühl, Westdeutschland, am 17. Juli 2026. (AFP-Foto)
Übung zur Ergänzung der NATO-Abschreckung
Merz sagte, die Teilnahme Deutschlands an der französischen Übung würde seine bestehende nukleare Rolle und seine Abschreckungsverpflichtungen innerhalb der NATO ergänzen.
„Dies ist eine Ergänzung zu unserem nuklearen Engagement und unserer Abschreckung innerhalb der NATO, die wir immer noch beibehalten“, sagte er.
Die von Deutschland und Frankreich eingerichtete strategische Steuerungsgruppe wird prüfen, wie beide Länder die Abschreckung künftig weiter stärken können.
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Deutschland wird sich dem Herbstmanöver in der Ukraine anschließen
Merz sagte auch, Deutschland werde an einer Militärübung im Zusammenhang mit der Ukraine teilnehmen, die Frankreich im Herbst ausrichten will.
„Wir werden gemeinsam genau klären, wie diese Beteiligung aussehen wird“, sagte er.
Die Übung wird auf Initiative Frankreichs durchgeführt und ist Teil der Aktivitäten der Koalition der Willigen, einer Gruppe von Verbündeten der Ukraine.

Der französische Präsident Emmanuel Macron gestikuliert während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin auf Schloss Augustusburg während des 26. deutsch-französischen Kabinetts in Brühl, Westdeutschland, am 17. Juli 2026. (AFP-Foto)
Koalition der Willigen bereitet Einsatzpläne vor
Die Koalitionsmitglieder hielten Anfang dieser Woche ihr letztes Treffen in Paris ab, an dem Macron und Merz teilnahmen.
Während des Treffens sagte Macron, dass eine multinationale Truppe für die Ukraine in den kommenden Monaten Übungen in den Nachbarländern der Ukraine durchführen werde.
Die Truppe würde eingesetzt, sobald die Kämpfe beendet seien.
Macron sagte, die geplanten Übungen würden dazu dienen, „unsere Einsatzpläne zu validieren und unsere Bereitschaft zu demonstrieren“.
18. Juli 2026 00:28 Uhr GMT+03:00