Koordinierte Razzien in Deutschland und den Niederlanden gipfelten in Festnahmen in einem mutmaßlichen Amphetaminproduktionsnetzwerk mit mehreren Tonnen Tonnen. Quelle: Europol
Den Haag, 16. Juli 2026
Europol hat Strafverfolgungsbehörden in Deutschland und den Niederlanden bei der Zerschlagung einer internationalen organisierten Kriminalitätsgruppe unterstützt, die im Verdacht steht, mehrere Laboratorien zur Amphetaminproduktion betrieben zu haben.
Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Krefeld und der Polizei Mönchengladbach führten Beamte der Polizei Nordrhein-Westfalen sowie polnische und niederländische Polizisten in den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2026 koordinierte Durchsuchungen an zehn Orten in Deutschland und drei in den Niederlanden durch. Bei dem Einsatz wurden mehrere Tatverdächtige festgenommen.
Neun Tatverdächtige deutscher und niederländischer Staatsangehörigkeit
Gegenstand der Ermittlungen sind derzeit neun Personen deutscher und niederländischer Staatsangehörigkeit, die verdächtigt werden, Vorläuferchemikalien in Mengen von mehreren Tonnen für die illegale Herstellung von Amphetamin erworben und seit 2025 mehrere Amphetaminlabore betrieben zu haben. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Beweismittel sicher, die nun forensisch untersucht werden.
Zusätzlich zur Durchsuchung der Wohnungen der Verdächtigen durchsuchten die Beamten mehrere verdächtige Produktionsstandorte, darunter zwei Lagerhallen in Kaldenkirchen und Niederkrüchten, Deutschland. Neben Experten von Europol und der örtlichen Feuerwehr und dem örtlichen Rettungsdienst wurde der Einsatz vor Ort von Spezialisten des Instituts für Kriminalistik des Landeskriminalamtes NRW unterstützt.
Europol-Unterstützung
Europol leistete während der gesamten Untersuchung analytische Unterstützung und organisierte mehrere operative Treffen persönlich und online. Während des Aktionstages unterstützten zwei Drogenlabor-Demontageexperten von Europol die nationalen Behörden vor Ort. Hierbei handelt es sich um einen einzigartigen Dienst, der bei Bedarf eingesetzt wird, um nationale Spezialisten zu unterstützen und vor Ort technische Hilfe, chemische Erkennung und Betriebsunterstützung zu leisten. Es ist mit modernsten Nachweisgeräten ausgestattet und verfügt über Experten für chemische Identifizierung und Laborsicherheit.
Beteiligte Länder: Deutschland: Polizei Mönchengladbach, Polizei Nordrhein-Westfalen, Gemeinsame Grundstoffkontrollstelle ZKA (BKA), Landeskriminalamt NRW, Staatsanwaltschaft Krefeld Niederlande: Niederländische Polizei (Politie) Polen: Zentrales polizeiliches Ermittlungsbüro (Centralne Biuro Śledcze Policji – CBŚP) Empact
Die Europäische Multidisziplinäre Plattform gegen kriminelle Bedrohungen (EMPACT) befasst sich mit den größten Bedrohungen durch schwere organisierte internationale Kriminalität für die EU. EMPACT stärkt die nachrichtendienstliche sowie strategische und operative Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden, EU-Institutionen und -Einrichtungen sowie internationalen Partnern. EMPACT läuft in Vierjahreszyklen und konzentriert sich auf gemeinsame Kriminalitätsprioritäten in der EU.
Quelle – Europol
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