Deutschlands Kapitän Joshua Kimmich gab bekannt, dass in einem Bach nahe der Trainingsbasis der Mannschaft in Winston-Salem, North Carolina, eine Schlange entdeckt wurde.
Warum ist das wichtig?
Denn Kimmich und seine deutschen Teamkollegen sind auf der Suche nach einem Maskottchen für die Mannschaft. Bei der EM 2024 ließ sich ein Kanarienvogel namens Ringo im Trainingslager der Mannschaft nieder und wurde während des gesamten Turniers von den Spielern betreut.
Ringo fand daraufhin ein neues Zuhause, doch die deutschen Medien waren weiterhin besorgt darüber, dass die Spieler einen Nachfolger finden würden, sodass sich Kimmich bei seinen Presseauftritten Fragen zur lokalen Fauna stellen musste.
Bisher, erklärte er fröhlich, habe es nur wenige Kandidaten gegeben.
„Gestern haben wir eine Schlange gesehen und man sagte uns, sie sei giftig“, sagte Kimmich über BILD. „Wenn sie dich beißen, musst du ins Krankenhaus. Ich glaube nicht, dass du stirbst, aber es ist auf jeden Fall gefährlich. Ich habe hier ein bisschen Respekt vor ihnen. In Deutschland gibt es nicht so viele gefährliche Tiere.“
Es stellte sich heraus, dass die Schlange im Gegensatz zu deutschen Medienberichten nicht giftig war. Die Suche nach einem neuen Ringo geht jedenfalls weiter.
Als Beweis dafür widmete Kimmich, ein begeisterter Gärtner, am Dienstag einen Teil seiner Medienarbeit der Diskussion über die Vorzüge lokaler Magnolienbäume. Offenbar ist sie größer als in Deutschland und blüht tendenziell häufiger. Abgesehen vom Schlangenalarm waren die Geschichten also etwas langweilig.
Joshua Kimmich beim Deutschlandtraining an der Winston-Salem State University (Alexander Hassenstein/Getty Images)
Abgesehen von Ringo ist dies jedoch nicht das erste Mal, dass die heimische Tierwelt Teil einer deutschen Turnierinitiative wird.
Während der Europameisterschaft 2024, die sie ausrichteten, wurde der deutsche Trainingsstützpunkt in Herzogenaurach, der einst Teil eines Stützpunkts der US-Armee im ländlichen Bayern war, von Mücken befallen.
Überschwemmungen, warmes Wetter und mangelnder Wind lockten die Insekten in Rekordzahlen an, so dass die örtlichen Lieferanten unter einem Mangel an Abwehrmitteln litten.
Am Ende musste der deutsche Austragungsort mit Kakaodunst besprüht werden, der Mücken hätte abschrecken können, aber einen so unangenehmen Geruch erzeugte, dass Spieler, Trainer und Betreuer, die alle schreckliche Stiche erlitten hatten, viele Turnierabende drinnen verbringen mussten. Dennoch ist eine Mücke besser als eine Schlange.
Deutschland trifft am Samstag in Toronto auf die Elfenbeinküste.