Deutschland sagt, dass der neue dMAT für indische Studenten keine „Bestehens-/Nichtbestehens-Hürde“ darstellen wird

Deutschland sagt, dass der neue dMAT für indische Studenten keine „Bestehens-/Nichtbestehens-Hürde“ darstellen wird

Es hat sich herausgestellt, dass der neue digitale Mastertest (dMAT) in Deutschland für indische Masterbewerber in bestimmten Disziplinen nicht als bloße Bestehens-/Nichtbestehensbarriere fungieren wird. Stattdessen erklärten die Deutsche Botschaft in Neu-Delhi und der DAAD, dass Studierende mit schlechteren Noten trotzdem ein APS-Zertifikat erhalten können, wenn sie alle anderen Voraussetzungen erfüllen.

APS India kündigte letzten Monat die Einführung des dMAT als zusätzlichen Bestandteil der Dokumentation der Akademischen Prüfstelle (APS) für ausgewählte Masterstudienbewerber an, deren vorheriger Abschluss in den Bereichen Ingenieurwesen, Handel, Rechnungswesen, Finanzen, Wirtschaft, Betriebswirtschaft oder Management ab dem Sommersemester 2027 liegt.

„Der dMAT sollte nicht als einfache Pass/Fail-Barriere verstanden werden. Eine niedrige Punktzahl schließt nicht automatisch die Ausstellung eines APS-Zertifikats aus, solange die anderen APS-Anforderungen erfüllt sind“, sagten sie.

Nach Angaben der Botschaft und des DAAD unterscheiden sich Institutionen, Bewertungspraktiken und akademische Kontexte in Indien erheblich, sodass Zeugnisse und Prozentnoten allein nicht immer ausreichend vergleichbare Informationen für die Bewertung von Bewerbern an deutschen Universitäten liefern.

In der gemeinsamen Antwort heißt es, dass der dMAT den Universitäten einen zusätzlichen standardisierten akademischen Maßstab bieten würde, ohne die Überprüfung von APS-Dokumenten, die Anerkennung von Abschlüssen durch Anabin, formelle Anerkennungsanforderungen oder die Zulassungsentscheidungen der Universitäten selbst zu ersetzen.

Für Bewerber in den betroffenen Disziplinen wird das dMAT-Ergebnis Teil der APS-Dokumentation sein und den Universitäten helfen, das akademische Profil des Bewerbers besser zu verstehen.

„Dies kann auch gut vorbereiteten Bewerbern zugute kommen, da ihnen eine zusätzliche Möglichkeit geboten wird, ihre akademischen Stärken in einem standardisierten und vergleichbaren Format zu präsentieren“, so die Botschaft und der DAAD.

Die computergestützte Beurteilung wird von der Gesellschaft für akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung (gast) durchgeführt. Die deutsche Botschaft und der DAAD sagten, dass die neue Anforderung voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Bewerbungen für das Sommersemester 2027 haben werde.

Der aktuelle Testplan sei rund um die Bewerbungsfrist in Deutschland für das Sommersemester am 15. Januar konzipiert, heißt es in der gemeinsamen Antwort. Die erste dMAT-Prüfung ist für den 26. September 2026 geplant und Zertifikate werden voraussichtlich am 12. Oktober über das Gastprüferportal verfügbar sein.

Nach Angaben der Botschaft und des DAAD dauert die APS-Bearbeitung derzeit in vielen regulären Fällen einige Tage bis etwa zwei Wochen, wobei die Fristen variieren können, je nachdem, wie schnell indische Hochschulen auf Verifizierungsanfragen reagieren.

Die Organisationen fügten hinzu, dass APS India die Übergangszeit überwachen und bei Bedarf Aktualisierungen auf seiner offiziellen Website veröffentlichen werde.

Der dMAT soll die Transparenz und Vergleichbarkeit stärken und nicht qualifizierte indische Studierende davon abhalten, sich in Deutschland zu bewerben.

Deutsche Botschaft in Neu-Delhi und DAAD

Die Klarstellung erfolgt, da Deutschland weiterhin eine wachsende Zahl indischer Studierender anzieht, wobei Indien derzeit mit rund 60.000 eingeschriebenen Studierenden die größte internationale Studierendenkohorte des Landes darstellt. Insgesamt beherbergt Deutschland mehr als 400.000 internationale Studierende.

Die Botschaft und der DAAD gingen auf Bedenken ein, dass die zusätzliche Anforderung Deutschland für internationale Studierende weniger attraktiv machen könnte, und sagten, dass das dMAT darauf abziele, die Qualitätskontrolle zu unterstützen und gleichzeitig die Attraktivität Deutschlands als Studienziel aufrechtzuerhalten.

„Der dMAT soll die Transparenz und Vergleichbarkeit stärken und nicht qualifizierte indische Studierende davon abhalten, sich in Deutschland zu bewerben. Deutschland bleibt für indische Studierende offen und indische Bewerber bleiben für die deutsche Hochschulbildung sehr wichtig“, sagten sie.

„Gleichzeitig benötigen Hochschulen verlässliche und vergleichbare Informationen, um faire und fundierte Zulassungsentscheidungen treffen zu können. Mehr Transparenz hilft beiden Seiten: Hochschulen können Bewerbungen sicherer bewerten und Bewerber können ihr akademisches Profil klarer darstellen.“

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