Deutschlands Exporte steigen trotz des Gegenwinds des Iran-Krieges

Deutschlands Exporte steigen trotz des Gegenwinds des Iran-Krieges

Die Vereinigten Staaten blieben Deutschlands wichtigstes Exportziel mit Exporten im Wert von 14,1 Milliarden Euro im Mai, was einer Steigerung von 23,1 % gegenüber dem Vormonat entspricht. (EPA Images Photo) BERLIN: Die deutschen Exporte stiegen im Mai unerwartet, ihr vierter monatlicher Anstieg in Folge, wie offizielle Daten am Donnerstag zeigten, während Europas größte Volkswirtschaft dem Gegenwind des Iran-Krieges trotzte.

Nach vorläufigen Daten des Statistikamtes Destatis stiegen die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent auf 137,9 Milliarden Euro (158 Milliarden US-Dollar), was auf eine gestiegene Nachfrage aus den USA und China zurückzuführen ist.

Die vom Finanzdatenunternehmen FactSet befragten Analysten erwarteten einen Rückgang um 1 %.

Es war der jüngste Beweis dafür, dass die seit langem kämpfende deutsche Wirtschaft die Turbulenzen, die durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran ausgelöst wurden, besser verkraftet, als manche befürchtet hatten.

Anfang dieser Woche veröffentlichte Zahlen zeigten, dass auch die deutsche Industrieproduktion und die Bestellungen im Mai gestiegen sind.

„Das sind ermutigende Signale für die deutsche Wirtschaft, auch wenn einzelne Branchen noch immer in einer tiefen Krise stecken“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag im Parlament.

Die am Donnerstag veröffentlichten Handelsdaten zeigten, dass die Vereinigten Staaten weiterhin das Hauptziel deutscher Exporte im Wert von 14,1 Milliarden Euro waren, was einem Anstieg von 23,1 % gegenüber dem Vormonat entspricht.

Auch die Exporte nach China stiegen um 7,1 % auf 6,2 Mrd. €.

Allerdings gingen die Exporte in andere EU-Staaten um 1,1 % zurück, und auch die Importe aus dem Rest der Union gingen um 2,5 % zurück.

Die Importe gingen im Mai um 2,5 % auf 118,8 Milliarden Euro zurück, was bedeutet, dass der Handelsüberschuss des Landes auf 19,1 Milliarden Euro stieg.

Der Iran-Krieg hat die Aussichten auf eine kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr getrübt, sodass die Regierung nur noch mit einem Wachstum von 0,5 % rechnet.

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